Tierphysiotherapeutin und Heilpraktikerin
Sabine Riepl

Tipps

 

Lassen Sie ihr Pferd vor jeder Reitstunde 15 Minuten im Schritt gehen, um den Gelenkknorpel zu durchsaften. Durch den Wechsel von Be- und Entlastung wird Gelenkflüssigkeit in den Knorpel gepumpt. Ist der Knorpel vollständig durchsaftet wirkt er wie ein elastisches Kissen und schützt das Gelenk vor Verletzungen. Diese Verletzungen sind häufig mikroskopisch klein und summieren sich mit der Zeit. Mit den Jahren führt dies schließlich früher oder später zur Arthrose.

 

Die "Natürliche Schiefe" ist gar nicht so natürlich. Zumindest bei voll ausgebildeten Reitpferden sollte Sie nur noch leicht bzw. gar nicht mehr vorhanden sein. Denn das Geraderichten ist eines der Ziele der Ausbildung eines Pferdes. Bei einem jungen Pferd ist die natürliche Schiefe noch vollig normal.

 

 

 

Rehe-prophylaxe: Die Ursachen für eine Rehe sind vielfältig. Die Stoffwechselprozesse, die eine Rehe auslösen, sind noch nicht endgültig geklärt. Eine erhöhte Zufuhr von Fructanen kann eine Rehe auslösen.

Fruktane sind in Pflanzen enthaltene Zucker, die vom Pferd nicht verdaut werden können. Der Fructangehalt im Gras ist im Frühjahr und Herbst besonders hoch. Am vormittag ist er höher als am Nachmittag. Der Fruktangehalt ist in den Stengeln besonders hoch. Stickstoffdüngung erhöht den Fruktangehalt im Gras.

Fazit: Lassen Sie Ihr Pferd im Frühling und Herbst nur wenige Stunden grasen. Am Besten nur Nachmittags. Vermeiden Sie stark abgegraste und Stickstoffgedüngte Weiden.

Inwieweit Sie auf eine geringe Fructanaufnahme achten müssen, ist auch ganz individuell von der Empfindlichkeit Ihres Pferdes abhängig. Ich berate Sie gerne.

 

Kreuzverschlag-prophylaxe: Durch ein Ungleichgewicht zwischen Nahrungszufuhr und Bewegung kommt es zu einer Stoffwechselstörung der Muskulatur. Häufig ist eine durch niedrige Temperaturen ausgelöste Durchblutungsstörung der begünstigende Faktor. Hauptsächlich betroffen ist der Lendenbereich und die Hinterhandmuskulatur. Prohylaktische Maßnachmen sind:

  • regelmäßige Bewegung, besondes bei stark trainierten Pferden
  • Reduzierung des Kraftfutters bei verminderter Bewegung
  • Erwärmung des hinteren Rückens und der Hinterhand vor Bewegung

 

Regelmäßige Massage und Dehnungen halten ihr Tier fit und gesund. Dehnen Sie Ihr Pferd erst nach dem Aufwärmen. Aufwärmen heißt die Muskulatur ist warm geworden. Bei Pferden zeigt leichtes Schwitzen ein Erwärmung an. Bei Hunden leichtes Hecheln. Dehnungen ohne vorige Aufwärmung führen zu mikroskopisch kleinen Muskelfaserrissen. Dies führt mit der Zeit zu Muskelverspannungen und Leistungsminderung.

 

Hunde brauchen eine zugluftfreien Schlafplatz. Besonders alte Hunde können durch Zugluft eine deutliche Verschlechterung ihrer Beschwerden erfahren.

 

 

 

 

Glatte Böden sind schlecht für Hunde. Die Hunde finden keinen Halt mit den Pfoten und verletzen sich an Schultergürtel und Beckenbereich. Besonders schlecht sind Wendeltreppen mit glattem Boden.

 

Wer rastet, der rostet. Tägliche Bewegung ist für Hunde, Katzen, Pferde, Menschen u.v.a.m. absolut notwendig. Besonders im Alter entwickeln sich in den Gelenken gerne degenerative Abnutzungserscheinungen, sogenannte Arthrosen. Um dies zu verhindern bzw. das Fortschreiten dieser Abnutzungserscheinungen zu verlangsamen und um die Beschwerden zu lindern, ist tägliche leichte  Bewegung unbedingt notwendig.

 

Vermeiden Sie Treppenabwärtssteigen für Hunde. Dabei werden die Bandscheiben gestaucht. Hunde neigen zu Bandscheibenvorfällen. Manche Rassen sind besonders disponiert.


Alte Katzen können ihre Fell- und Krallenpflege mit zunehmendem Alter nicht mehr selbst ausüben. Das muß nun vom Menschen übernommen werden. Ich berate Sie gerne!

Wenn eine Katze unsauber wird, stecken häufig soziale Unstimmigkeiten dahinter. Falls Sie mehrere Katzen haben, geben Sie jeder Katze ihren eigenen Platz. Falls möglich halten Sie die Katzen in seperaten Räumen. Sorgen Sie für ausreichend Zuwendung für die betreffende Katze. Füttern sie die betreffende Katze mind. 1 x täglich mit der Hand. Sollte das Problem nicht verschwinden, berate ich Sie gerne!